Die Sache mit dem Totenkopf

Pauli und Paulinchen nützen den schönen Tag um am Ufer der Baches zu spielen. Wie Indianer schleichen sie sich durch Büsche und Unterholz. Plötzlich stößt Paulinchen einen Schrei aus, sofort kommt ihr Bruder gelaufen. "Was hast du denn?" fragt er. "Schau, ein Totenkopf, wie gruselig!" Tatsächlich, da liegen doch am Ufer ein paar Fässer mit gelben Etiketten und von jeder lacht ein Totenkopf. Was das wohl bedeutet? Pauli will gleich in die Fässer sehen, schließlich ist er ja ein Indianer und Indianer fürchten sich nicht. Paulinchen sieht die Sache anders. "Ein Totenkopf kann nichts gutes bedeuten" meint sie richtig. "Und da steht doch GIFTIG auf den Fässern". Pauli lässt sich überzeugen und so laufen die Kinder nach Hause.

Als sie um die Ecke biegen, laufen sie direkt Inspektor Berger in die Hände. "Na, habt ihr den Teufel gesehen", lacht er sie an. "Den Teufel nicht, aber Totenköpfe" ist die Antwort. Inspektor Berger hört sich interessiert die Geschichte der Kinder an und lässt sich die Stelle zeigen. Nur ungern lassen sie sich nach Hause schicken, lieber hätten sie gesehen, was jetzt passiert.

Am nächsten Tag sehen sie in den Fernsehnachrichten, wie Männer in Schutzanzügen die Fässer abtransportieren. Der Fernsehsprecher lobt die aufmerksamen Kinder, die den Fund gemacht haben, "Umweltdetektive" nennt er sie. Mächtig stolz gehen die Kinder an diesem Abend ins Bett. Pauli weiß jetzt endgültig, was er werden will, wenn er groß ist.

 

 

Die Umweltgruppe

Die Kriminalität verändert sich und die Exekutive muss darauf reagieren. So ist es auch im Bereich der Umweltkriminalität. Es ist noch nicht lange her, dass man sich entschloss, besonders geschulte Beamten gegen jene lieben Mitbürger einzusetzen, die glauben, schnellen Gewinn machen zu können, indem sie die Natur als Abfalleimer benützen.
Es ist eine komplizierte Aufgabe und es sind noch nicht viele, genauer gesagt 49 Beamte, die in Österreich dies neue Art der Kriminalität bekämpfen. Sie werden "Umweltsachbearbeiter" genannt. In Wien sind lediglich vier Kriminalbeamte des Sicherheitsbüros  ausschließlich für Umweltkriminalität zuständig. Trotz der geringen Anzahl können die "Umweltdetektive" auf schöne Erfolge verweisen. Vor allem der illegale Transport von gefährlichen Abfall auf der Donau wurde Dank der Ermittler fast gänzlich gestoppt. 
49 Augenpaare für so einen großen Bereich sind sicher zu wenig, deshalb bildete man schon einige hundert Gendarmerie-, Polizei- und Zollwachebeamten aus, die neben ihrer üblichen Tätigkeit auch die Umwelt im Auge behalten sollen.
Dass Österreich seinen Ruf als Umweltmusterland behalten kann, liegt nicht nur an der lobenswerten Einstellung der Mehrheit der Österreicher, sondern auch an jener Handvoll Eintelkämpfer die gegen kriminelle Umweltverschmutzer vorgehen.

 

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