Moderne Ritter
Sehr
aufgeregt sind sie heute, unsere beiden Freunde Pauli und Paulinchen. Sie dürfen
eine Abteilung besuchen, die etwas besonderes verspricht. Sie wurden von jenen Männern
eingeladen, die dann zum Einsatz kommen, wenn es ganz gefährlich wird. Im
Fernsehen haben sie schon gesehen, welche Aufgaben diese Abteilung hat. Sie
sitzen auf den Kufen von Hubschraubern, hängen an Seilen an Hauswänden, stürzen
sich mit Atemgeräten in die wildesten Fluten und machen Dinge, vor denen man
sich eigentlich fürchtet.
Als sie die Abteilung besuchen, sehen
unsere beiden Freunde aber noch viel mehr. Viele, viele Geräte und Werkzeuge
haben diese Männer. Scheinwerfer, um auch bei Dunkelheit arbeiten zu können,
Geräte die radioaktive Strahlen anzeigen, spezielle Bekleidung um auch in den
schmutzigen Kanälen gehen zu können oder durch die auch kein Schuss geht,
Schilder und Helme wie Ritter, um nicht verletzt zu werden, wenn jemand mit
Steinen wirft. "Steine auf Polizisten werfen. Das darf man doch
nicht", meint Pauli richtig. Natürlich hat er recht, aber leider sind
nicht alle Menschen so brav wie unsere zwei.
Und weil unsere beiden Freunde so brav
sind, dürfen sie mit den Männern eine ganzen Nachmittag trainieren.
Sportliches Training ist für alle gut, aber für diese Männer besonders
wichtig, denn Fitness ist eine Voraussetzung um bei dieser Abteilung bleiben zu
können.
| GEK
und WEGA
In
der heutigen Zeit ist es unmöglich, dass jeder alles kann,
Spezialisierung ist daher notwendig. Bei dem umfangreichen Gebiet, den
die Sicherheitskräfte abdecken müssen, war es daher schon vor
Jahrzehnten notwendig, Sondereinheiten mit speziellen Aufgaben zu
schaffen. Für Katastrophenfälle, Großveranstaltungen, für besondere
Anlässe und als Einsatzreserve gründete man schon im Jahre 1955 in
Wien eine Sondereinheit, die Alarmabteilung. Die Entwicklung des
Terrorismus ab 1973 machte es notwendig, dass auch im Bereich der
Gendarmerie eine eigene Einheit zur Bekämpfung der Schwerkriminalität
gegründet wurde. Diese Einheit heißt heute
"Gendarmerieeinsatzkommando" (GEK), sie ist aber in der Bevölkerung
aber auch unter dem Namen "Kobra" bekannt. Ihr Stützpunkt ist
in Wr. Neustadt, ihr Einsatzgebiet ganz Österreich.
Als das GEK im Jahre 1978 seine heutige Organisationsform erhielt,
reformierte man auch in Wien die bestehende Alarmabteilung, um sie
ebenfalls zu einer Einheit zu machen, die aggressiven, bewaffneten
Kriminellen entgegentreten konnte. Diese Truppe nannte sich WEGA (Wiener
Einsatzgruppe Abteilung).
Zu beiden Truppen kommen nur Polizei- oder Gendarmeriebeamte, die eine
hervorragende dienstliche Leitung erbringen und körperlich fit sind.
Sie müssen sich einem Aufnahmeverfahren unterwerfen. Innerhalb beider
Sondereinheiten gibt es weitere Spezialisierungen wie z.B.
Einsatzschwimmer, Flugbeobachter, Seiltechnikgruppe etc.
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