Kommissar Rex

Paulinchen und Pauli haben in ihrer Dienstzeit schon Erfahrung gesammelt. Doch der heutige Tag wird für sie wieder viel Neues bringen. Sie sind bei der Diensthundeabteilung zugeteilt. Gruppeninspektor Neumair nimmt sie mit zum Zwinger. Sofort fangen die Hunde zu bellen an. Das klingt ganz schön gefährlich. Pauli und Paulinchen haben ein mulmiges Gefühl, als sie die Schäferhunde sehen.

Der Hundeführer beruhigt die Tiere und holt seinen Diensthund Maja aus dem Käfig. "Schaut her, der ist ganz brav. Er beschützt mich wenn es gefährlich ist, und er hilft mir Abgängige oder geflüchtete Verbrecher zu sichern. Hunde haben viel feinere Nasen als wir Menschen. Mit diesen spüren sie alles auf."

Pauli und Paulinchen dürfen den Herrn Gruppeninspektor begleiten. Ein Bahnräuber ist auf der Flucht und hat sich im Gebüsch versteckt. Plötzlich wird der Hund unruhig. Paulinchen holt vorsichtshalber die Handschellen aus der Tasche. "Such!" sagt der Hundeführer und Maja rast los wie eine Rakete.

Der Bankräuber zittert am ganzen Körper und kommt mit erhobenen Händen aus dem Gestrüpp. Paulinchen legt ihm Handschellen an. Dann geht es zurück aufs Wachzimmer. "Brav, Maja", sagt der Gruppeninspektor und streichelt seinem Hund über den Kopf.

 

 

 

Die Diensthundeabteilung

Viele Gendarmen und Polizisten haben sich ihr Hobby zum Beruf gemacht. Sie besitzen einen Diensthund. Je nachdem gehören sie einer Diensthundeabteilung an oder sie versehen ihren Dienst auf einem Gendarmerieposten. Die Arbeit des Hundeführers endet nicht um 16.00 Uhr, denn das Tier will ständig betreut werden. Dazu gehört viel Liebe und Einfühlungsvermögen. Zum Hundeführer kann man nicht bestimmt werden, man muss es freiwillig wollen.
Die Ausbildung der Diensthundeführer erfolgt im Rahmen von Fortbildungskursen. Die vierbeinigen Freunde werden nach  genau festgelegten Programmen an ihre Arbeit herangeführt. So gibt es etwa Schutz- und Stöberhunde, Suchtmittelspürhunde, Sprengstoffspürhunde oder Leichenspürhunde. In Einzelfällen haben Diensthunde auch eine Ausbildung zur Suche von Lawinenopfern.
Eines soll nicht unerwähnt bleiben. Der Diensthund wird spielerisch an seine Arbeit herangeführt. Der Mensch nützt die feine Nase des Tieres, die vier Millionen Mal empfindlicher ist, als unsere. Ein Drogenspürhund wird nicht süchtig gemacht, damit er Drogen findet. Sonst wäre er ja unbrauchbar. Die Arbeit des Hundes ist eine Höchstleistung. Deshalb braucht er nach etwa 20 Minuten eine ausgiebige Verschnaufpause.

 

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